Granulat- und Pelletfutter: Ein praktischer Helfer, der mit Bedacht eingesetzt werden sollte
In unserem Sortiment finden Sie eine große Auswahl an Pelletfutter von Top-Marken. Obwohl es sich um hochwertige Produkte voller Vitamine und Mineralien handelt, möchten wir absolut ehrlich zu Ihnen sein: Die Gesundheit Ihrer Tiere steht für uns an erster Stelle, und kein Pellet der Welt kann eine natürliche Ernährung zu hundert Prozent ersetzen.
Granulate und Pellets sind eine fantastische Ergänzung, ein Lebensretter im Urlaub und eine großartige Quelle für spezifische Nährstoffe in den Wintermonaten. Die Grundlage des Speiseplans für die meisten Terrarientiere sollte jedoch immer frisches und natürliches Futter sein – seien es Wiesenkräuter für Landschildkröten oder lebende Insekten für Echsen. Das Jagen von Insekten und das Zupfen an frischen Blättern hält die Tiere geistig und körperlich fit, hilft bei der richtigen Abnutzung der Kiefer und sorgt für eine natürliche Flüssigkeitszufuhr.
Damit die Tiere das Beste aus dem Pelletfutter herausholen und keine Verdauungsprobleme bekommen, ist es wichtig zu wissen, wie und für wen man es richtig anwendet.
Wie geht man mit Pellets bei verschiedenen Tierarten um?
1. Landschildkröten (Habistat, Arcadia, Dajana)
Für Landschildkröten (z. B. Griechische oder Breitrandschildkröten) muss die absolute Grundlage der Ernährung aus Wiesenkräutern (Löwenzahn, Wegerich, Klee) und Heu bestehen. Pellets sollten nur als Nahrungsergänzung dienen, die vielleicht einmal pro Woche oder in der Winterzeit gegeben wird, wenn frisches Futter knapp ist.
- Wie man füttert: Pellets für Landschildkröten immer vorher in Wasser einweichen. Trockene Pellets quellen im Magen auf und können zu schwerer Dehydratation oder Darmverschluss führen. Nach dem Einweichen können Sie diese unter einen frischen Salat mischen.
2. Wasserschildkröten (Reptile Systems, Hikari, Dajana)
Wasserschildkröten nehmen pelletiertes Futter sehr gut an, und Pellets können hier einen größeren Teil des Speiseplans ausmachen, da sie so konzipiert sind, dass sie das Wasser nicht verunreinigen.
- Wie man füttert: Aber auch hier gilt die Regel der Abwechslung. Wechseln Sie Pellets mit natürlichem Futter ab – bieten Sie den Schildkröten Süßwasserfische, Regenwürmer, Schnecken oder getrocknete Insekten (z. B. Gammarus) an. Vergessen Sie bei vielen Arten auch nicht den pflanzlichen Anteil.
3. Amphibien: Axolotl und Schmuckhornfrösche (The Pet Factory, Arcadia, Hikari)
Für Axolotl und große Frösche sind hochwertige Pellets hingegen ein äußerst beliebtes und sicheres Futter, das oft den Hauptbestandteil der Nahrung ausmacht. Sie sind nahrhaft, proteinreich und entsprechen genau ihren Ernährungsbedürfnissen.
- Wie man füttert: Axolotl-Pellets sinken schnell zu Boden, wo das Tier sie leicht einsaugen kann. Überfüttern Sie sie nicht und entfernen Sie Futterreste immer aus dem Wasser, um die Wasserqualität nicht zu beeinträchtigen. Aber auch sie profitieren von einer gelegentlichen Abwechslung in Form eines lebenden Regenwurms.
4. Insekten- und allesfressende Reptilien (Hikari Delite, Dajana Repti)
Für Bartagamen, Leopardgeckos oder Chamäleons stellen Pellets eine hervorragende „Eiserne Reserve“ dar.
- Wie man füttert: Verwenden Sie diese in erster Linie in Situationen, in denen Ihnen die lebenden Insekten ausgehen oder wenn jemand das Terrarium betreut, der keine Insekten füttern kann. Echsenpellets werden meist leicht angefeuchtet angeboten oder mit einer Pinzette vor dem Tier bewegt, um die Bewegung der Beute zu simulieren.
5. Asseln (Isopoden) und Bodenpolizei (Geckonia, Arcadia Custodian Fuel)
Hier gilt die Ausnahme von allen Regeln! Für Asseln (Isopoden), Springschwänze und andere Mitglieder der Bodenpolizei in bioaktiven Terrarien sind diese speziellen Pellets das absolut ideale Futter.
- Wie man füttert: Sie können diese regelmäßig füttern. Sie versorgen die „Aufräumer“ mit wichtigem Kalzium und Protein, wodurch sie sich in Ihrem Terrarium erfolgreich vermehren und es perfekt sauber halten.
Goldene Regeln zum Schluss
- Nicht überfüttern: Pellets sind konzentrierte Energie. Sie benötigen viel weniger davon als von frischem Futter.
- Wasser bereitstellen: Die Fütterung von trockenerem Futter erhöht den Flüssigkeitsbedarf. Das Tier muss immer Zugang zu einem sauberen Wassernapf haben.
- Inhaltsstoffe prüfen: Wählen Sie Futter, das speziell auf die jeweilige Art abgestimmt ist (z. B. niedriger Proteingehalt bei Pflanzenfressern).